Besagtes T-Shirt
27.Mai 2007über das ich gestern sprach
über das ich gestern sprach
heute bei den 13ten Thalmässinger Kurzfilmtagen. In Thalmässing wählt das Publikum die ersten beiden Plätze, der dritte wird von der Auswahljury gewählt. Heute abend wird Abschluss des kleinen Festivals gefeiert. Deshalb sitzt Frank jetzt auch im Auto Richtung Nürnberg, um sich den Preis abzuholen. Am 1./2.ten Juni läuft Achterbahn dann bei den Rüsselsheimer Filmtagen.
Beim Kurzfilmfestival Cellu l´art in Jena erhielt der von mir im Script dramaturgisch und editorisch begleitete Kurzspielfilm ´Achterbahn´ von Frank Wegerhoff den Publikumspreis. Das freut mich und ich bin gespannt, wie es bei den nächsten Festivals weiter geht.
Einen Ableger einer Palme aus dem Rift Valley in Kenia hatte mein Vater sich 1963 mitgenommen. Sie hat sich meist schwer getan, an den unterschiedlichen Standorten seither. Seit zwei-drei Jahren ist sie wie verrückt gewachsen.

Sie bildet Luftwurzeln. Wurzeln, die aus ihrem eigenen Stamm wachsen. Diese dienen der Nährstoffversorgung und haben Stützfunktion, da sie bis zum Substrat oder in die Erde wachsen.

Sie sind mir besagtes Zeichen, von dem ich sprach. Und der Ableger der Palme macht sich so jung schon ganz gut. Hat noch keine dieser Wurzeln. Kommt zu mir nach Köln. Und ich wette, wir bilden sie zusammen. Immer mehr :-)
dann ist das eine Zeitreise. Meine drei Geschwister und ich waren Kinder

als das mit Rom begann.
Drei Jahrzehnte. Bilder. Erinnerungen. Heute bin ich in Rom. Ich sitze auf der Terasse der Wohnung, in dessen Esszimmer die von uns Kindern gemalten Bilder hängen.
Ich erinnere mich an die frühen Jahre in Rom, Mitte der 70er. An die ersten Wohnungen in Trastevere. Trastevere, wo ich mich seither vermutlich schon hundert Mal verlaufen habe. An Nicki. Die Spiecijagd im Supermarkt, weil Kleingeld knapp war und vermutlich jeder römische Haushalt wie wir auch ein Glas in der Küche stehen hatten, in welchem dieses gesammelt wurde, damit man es für den Bus hatte. An den roten Kadett B und viele weitere. An das durch die FAO Flure rennen, mit dem Ziel als erster in D zu sein. Daran, dass man auf einmal Tausende in den Händen hatte – Lire, versteht sich. An Einkaufen mit Lilli bei Fiorucci. An Begegnungen mit Menschen, die diese Stadt uns schenkte. Menschen, von denen heute manche nicht mehr sind. An Space Invaders Trainieren im Tivoli. An Aida, als in den Caracalla Thermen noch Opern aufgeführt wurden. Aida, mit echten Pferden und einem echten Elefanten. Daran, dass meine Eltern behaupteten, dass direkt hinter Rom Afrika anfange. Wegen dem Chaos damals. Ständig musste man die Badewanne voll laufen lassen, weil es wieder hieß: Drei Tage kein Wasser. Ein Streik jagte den nächsten. An unzählige Urlaube in San Felice. Mir gehen 1001 Gedanke und Erinnerungen durch den Kopf und durchs Herz in diesen Tagen.
Rom, diese Wohnung, war eben ein Stück zuhause.
Diese Tage bedeuten einen Abschied. Den Abschied von einem Zuhause. Ich denke über den Begriff zuhause nach und darüber, dass es mir heute sinnvoller erscheint denn je, eine innere Heimat zu haben.
Auf dieser Terrasse hier in Rom steht etwas, das mir ein Zeichen ist. Mein Vater wird es bei seinem Auszug mitnehmen. Und ich bekomme einen Ableger davon. Es hat mit Wurzeln zu tun. Dazu aber, gibt es einen eigenen Beitrag.
Hat diese vielen wunderbaren Plätze. Zum Lesen,


zum Frühstücken,

zum Sundowner,

zum Abendessen, zum Lunchen.

Essen und Trinken in all seinen Möglichkeiten, Blumen, Kerzen - auf dieser Terrasse genießt es sich wie kaum woanders. Hier gibt es immer was man möchte, soviel man möchte – und manchmal stellt man in der Nacht fest, es war mehr als man eigentlich wollte. Aber dazu muss gesagt werden - wenn, dann war man selber schuld.
ist eigentlich immer der Erste, den ich in Rom begrüße. Ich geh hin, schaue zu ihm auf und flüstere „ Du bist nicht umsonst gestorben.“ Ob dieser Satz Sinn macht, bezweifele ich selber manchmal, aber er kommt jedes Mal in mir hoch, wenn ich vor ihm stehe. Das Denkmal (in diesem Zusammenhang finde ich den Ausdruck Denk mal wirklich schön) steht mitten auf dem Campo di Fiori. Jeden Tag Markt, abends der Treffpunkt Jugendlicher. Immer was los also – um ihn.


Giordano Bruno wurde am 17ten Februar 1600 auf diesem Platz bei lebendigem Leibe verbrannt. Er, ein Mönch und Priester, dazu ein Astronom, Philosoph und Mathematiker, hatte sich den Zorn der Kirche zugezogen. Er stellte damals fest, dass das Universum unendlich ist. Dass daraus zu folgern ist, dass auch Gott unendlich ist und dass es daher nicht nur eine Wahrheit geben könne. Er sprach es nicht nur aus, er schrieb es auf.
Cardinal Roberto Bellarmin verurteilte ihn zum Tode. Der Bellarmin, der 1930 heilig gesprochen wurde. Die Sitte, auf dem Campo di Fiori abends Hetzreden gegen die Kirche zu halten, wurde viele Jahre lang von Bürgern Roms vollzogen. Bis heute sorgt der Fall Giordano Bruno bisweilen für Schamgefühle bei Angehörigen der katholischen Kirche.
(Teilzitate aus Rom. Eine Einladung - von Herbert Rosendorfer)

Giordano Brunos langer Atem ist nicht auf dem Scheiterhaufen erstickt.
zu bauen, ist nicht vergleichbar mit Europa. 10.000 Euro kostet der Bau einer Schule. Der Name des Schiffes, für das Peter Krämer den Namen Nelson Mandela vorgesehen hatte, ist ´African Future´geworden. Wie das alles zusammenhängt?
vergisst man nicht so leicht, wenn man ihnen einmal zugehört hat. Ich hoffe, das geht auch Sigmar Gabriel so, der sich von Peter Krämer als Bündinspartner berufen sah - als Krämer bei Herman & Tietjen vor wenigen Wochen über seine Initiative ´Schulen für Afrika´ sprach.
Von Krämer mit einer Großspende initiert, ist Schulen für Afrika ein Gemeinschaftsprojekt von Unicef, der Nelson Mandela Stiftung und der Hamburger Gesellschaft für Förderung der Demokratie und des Völkerrechts.
Krämer verspricht, jede in Deutschland reinkommende Spende zu verdoppeln, bis zu einem Betrag in Höhe von drei Millionen Euro. Das erfreut einen selbst auch bei kleiner Spende, weiß man doch, das Doppelte kommt an.
Ein Prozent der Militärausgaben der G8 Länder würden ausreichen, sagte Krämer in der Talkshow, um die 130.000 fehlenden Schulen in der Welt, davon 100.000 in Afrika, zu bauen. Ein Prozent der Militärausgaben würden reichen, damit alle zur Schule gehen.
Gabriel versprach mit dran zu bleiben, auch wenn er das Thema neben den Themen des Gipfels im Juni (Aids, Urwaldschutz, Klimaschutz) kaum platzierbar sieht. Zu wenig Zeit für ein viertes Thema. Krämers Philosophie ist ´Geht nicht, gibt´s nicht´. So wird´s wohl was werden. Und wenn nicht im Juni, dann beim Nächsten.
Gut so. Denn auch die Themen des Gipfels erfordern die Bildung aller Menschen.
in Concert. Ich war am Samstag in der Bonner Beethovenhalle. Danach war ich gespannt auf den Artikel des Bonner Generalanzeigers. Tja, das Erlebnis ist für mich dort in zu nüchterne Worte gefasst. Es ist eine Frage des eigenen Erlebens. Die Thüringer Allgemeine, namentlich Frauke Adrians, hat mein Erleben des Konzertabends in Bonn viel passender beschrieben. So, wie sie ihn in Erfurt erlebt hat, habe ich ihn in Bonn erlebt. ´Gut, dass sie da war: Joan Baez in Erfurt´ Und sie ist weiter on tour.